Zeitschriften

Das Wort Zeitschrift, im Sinne einer regelmäßig erscheinenden Veröffentlichung, ist seit 1751 dokumentiert. So etwas wie Zeitschriften gab es aber schon weit früher. Sie ähnelten äußerlich eher einer Zeitung und informierten die Menschen meist in den Bereichen der Literatur und Kunst. Die erste Zeitschrift, die in deutscher Sprache erschienen ist - das war 1688 - trug den Namen "Monatsgespräche" und wurde in Leipzig verlegt. Damals waren die Zeitschriften das Lesematerial vorwiegend gelehrter Menschen. Sie waren nach englischem Vorbild an den so genannten moralischen Zeitschriften orientiert. Es waren meist Dichter, die an der Herausgeberschaft beteiligt waren. So gestalteten und verlegten Deutschlands berühmte Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller eine gemeinsame Zeitschrift. Es handelte sich selbstverständlich um eine Literaturzeitschrift: "Horen". Erst mit den Jahren verlagerte sich das Interesse von Zeitschriften auf das gesamte Volk. In Folge dessen haben sich immer mehr Fachgebiete entwickelt. Sehr verbreitet waren zunächst die verschiedensten Fachzeitschriften für technische Neuerungen. Und es ist eben die Technik gewesen, die eine professionellere Gestaltung der Zeitschriften, z. B. was Photographien oder Schriftarten betraf, ermöglichte und deren Modernisierungsprozess bis heute nicht ausgeschöpft ist. Heute gehören Zeitschriften in jeder Tankstelle und jedem Supermarkt zur Grundausstattung. Es werden Jugendliche, Sportliche, Frauen, Kochbegeisterte, Technikfreaks, Kinder usw. mit allerlei Lesefutter versorgt. Sie sind - je nach Niveau - zur Unterhaltung oder Bildung, Meinungsbildung oder Entspannung bestimmt. Literaturzeitschriften, die Väter der heutigen Illustrierten, sowie die Informationsschriften anderer Wissenschaften, gibt es auch noch. Sie sind meist sehr teuer und es empfiehlt sich deshalb, sie in öffentlichen Bibliotheken zu lesen. An der Leserschaft dieser Blätter hat sich wenig verändert: Es sind Gelehrte und solche, die es werden wollen. Eben Menschen, die ihre Zeit darin investieren, über neuesten Stand der Forschung informiert zu sein. Überall und zu jeder Zeit, ist der Ertrag von Zeitschriften zweifellos, dass man einen Gesprächstoff erwirbt, über den man sich mit Zeitgenossen unterhalten kann.



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