Die Axt im Haus erspart den Zimmermann. Wer hätte diese alte Sprichwort noch nicht gehört. Eindeutig in diese Kategorie fällt das Heimwerken. Mit gutem Material und - noch wichtiger - gutem Gerät lässt sich manche Reparatur oder Verschönerungsidee selbst in die Tat umsetzen, ohne teure Handwerker hinzuziehen zu müssen. Aber für die Meisten ist nicht nur der Ersparnisaspekt ausschlaggebend, sondern Heimwerken macht einfach Spaß. Der eigenen Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Gleichgültig, ob es um Anstreichen, Fliesenlegen, Verputzen oder den Umgang mit Lack oder Spachtelmasse geht, Do-it-Yourself ist die Devise. Allerdings sollte jeder, der ans Heimwerken denkt, die Gefahren im Auge behalten. Sicherheitsvorkehrungen, wie Schutzbrille, Handschuhe, eventuell Mund- und Gehörschutz etc. können viele Unfälle verhindern. Gerade beim Umgang mit Elektrizität oder dem Arbeiten in der Höhe (Dach) und mit schweren Gegenständen (z.B. Heizkörpern) ist besondere Vorsicht wichtig. Die meisten Unfälle passieren immer noch im Haushalt, sowohl bei der Hausarbeit als auch beim Heimwerken. Um sie zu vermeiden, sollte unter anderem auf Trittsicherheit, rückenschonendes Heben (Achtung, Bandscheibenvorfall) und Übung mit den verwendeten Geräten geachtet werden. Wer die Vorsichtsmaßnahmen beachtet, wird mit Begeisterung und Stolz auf das Selbstgemachte blicken können. Besonders viel Freude bereiten auch selbst gestaltete und zusammengezimmerte Möbel, da sie täglich zum Blickfang werden. Viele Anleitungen und Anregungen sind durch Fernsehsendungen und Internetseiten zu erhalten. Auch im Baumarkt werden gerne Fragen rund ums Heimwerken beantwortet. Eventuell müssen Frauen sich in dieser Männerdomäne durchsetzen. Ihnen wird manchmal nicht das Gleiche zugetraut, die Nachfragen nach Material oder Vorgehensweise belächelt. Davon sollte sich niemand entmutigen lassen. Jeder braucht Übung, um als Handwerker zu bestehen. Das gelungene Resultat ist der beste Beweis, dass Heimwerken ein Hobby für alle ist.