Bei dem analogen Aufzeichnungs- und Wiedergabesystem für Videorekorder VHS (Video Home System), handelt es sich um ein System, welches von der Firma JVC zuerst im Jahre 1976 in Japan auf den Markt gebracht wurde. Mit der Zeit setzte sich dieses Format für den privaten Gebrauch bei der Video-Magnetbandaufzeichnung durch und konnte erst durch die Einführung der DVD vollkommen abgelöst werden. In der heutigen Zeit sind fast keine VHS Kassetten mehr im Angebot, sie wurden größtenteils vollständig von der DVD verdrängt. Im Wesentlichen besteht eine VHS-Kassette aus einem langen Magnetband, welches auf zwei Spulen gewickelt ist. Dieses Band läuft im Videorekorder an den beiden rotierendenden Kopftrommeln vorbei. Ein integrierter Schreibschutzmechanismus war auch bereits vorhanden. So konnte man durch das Herausbrechen einer kleinen Lasche das überschreiben verhindern. Sollte man jedoch danach doch wieder die Kassette überspielen wollen, so war es notwendig, mit einem Stück Klebeband die Stelle abzudecken. Im Gegensatz zu Audio-Kassetten, sind VHS Kassetten einseitig, dies bedeutet, dass sie nur in einer Lage eingeführt werden können. Bei guten Videorekordern war es oftmals möglich, sehr schnell zu spulen, was allerdings auch nur begrenzt genutzt wurde, da zu schnelle Spulprozesse das Magnetband und die Mechanik strapazierten. Im Grunde unterschied man zwischen zwei wesentlichen Aufnahmeformaten: PAL und NTSC. Zwar kann man unterschiedliche Formate auch in jedem Land abspielen, jedoch unterscheiden sich sie sich im Endeffekt in ihrer Aufnahmezeit. So gelten für das Format PAL die Zeitangaben mit einem E (bspw. E-180) und für NTSC mit einem T (bspw. T-180). Oft verhielt es sich auch so, dass Videokassetten eine längere Laufzeit aufwiesen, als eigentlich angegeben war.